Die größten Fails: Wenn Weihnachten schief geht

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Es scheint, als wären die Gründe, warum wir Weihnachten LIEBEN dieselben Gründe, wegen denen uns die Vorbereitungen für die weihnachtliche Atmosphäre gleichzeitig auch WAHNSINNIG MACHT. Aber das ist nun Mal so. Wir lieben Weihnachten, aber ganz ehrlich - es erschöpft uns manchmal auch ziemlich. Und wenn wir ganz ehrlich mit uns sind, müssen wir zugeben, dass es uns manchmal auch enttäuscht. Warum?

1. Die Qual mit den Geschenken

Wenn du gut organisiert bist, dann gehen die Quälereien mit den Geschenken schon ziemlich früh los - du bestellst sogar schon Ende September das magischste Weihnachtsgeschenk. Wenn du aber eine von denen bist, die alles im letzten Augenblick erledigen, dann rennst du einen Tag vor Weihnachten wie von der Tarantel gestochen noch durch alle Shoppingzentren. Oder sogar an Weihnachten. Dann steigt das Stresslevel bis ins Unendliche.

Und wenn das erstmal geschafft ist, wenn du für Opa ein Paar Socken aus echter Wolle gefunden hast, für deinen Mann ein Gadget, bei dem du gar nicht weißt, für was es eigentlich gut sein soll (aber du hoffst natürlich, dass er es weiß) gekauft und für die Kinder ein Set besorgt hast, welches sie sich sehnsüchtig wünschen - dann kommt das Verpacken der Geschenke dran.

Und obwohl du dich wirklich total bemüht hast, steht das Klebeband doch irgendwie an allen Ecken weg und die Masche sah im DIY Video ehrlich gesagt auch besser aus. Du atmest schwer aus, während du versuchst, alle Löcher im bunten Papier zu schließen. Nein, auch dieses Jahr wird nichts aus dem Titel der besten Verpackungs-Fee.

2. Die Qual mit den Keksen

Eine der ersten Assoziationen, wenn man an Weihnachten denkt, sind bestimmt knusprige und leckere Kekse, deren Duft sich langsam im warmen Haus verbreitet und Lächeln auf die Gesichter deiner Mitbewohner zaubern. Natürlich willst du das auch deinen Kinder gönnen. Deshalb kaufst du keine Kekse, sondern bemühst dich inständig und wirfst dich direkt in Konditorei-Gewässer.

Aber auch wenn du auf diesem Gebiet viel Erfahrung hast, landet trotzdem immer mehr Mehl am Boden, als am Tisch, die Kekse sind oft, naja, ein bisschen sehr knusprig (so sehr, dass man jemanden damit den Kopf einschlagen könnte) und anstatt der lächelnden, entspannten Gesichter deiner Mitbewohner, siehst du nur das Chaos, welches deine kleinen Helfer angerichtet haben und hoffst, dass das Stück Teig, das am Sofa klebt, mit einem Wundermittel aus Essig und Zitronensaft oder wie das Rezept von erfahrenen Hausfrauen auch gehen mag, wieder weggeht. Obwohl tief in dir weißt du, dass die Chancen dafür eher schlecht stehen. So wie es aussieht, wird der Fleck das Sofa wahrscheinlich bis zu Ostern dekorieren.

3. Die Qual mit der Weihnachtsdeko

Wir haben es alle schon Mal gesehen. In Filmen. Das Haus strahlt und leuchtet, eine perfekt geschmückte Tanne erstreckt sich bis zur Decke, warmes Kerzenlicht erleuchtet das ganze Haus, Polster, die wie Schneemänner aussehen, Tassen mit Rentier-Mustern - alles passt perfekt zusammen und alles sieht wirklich total idyllisch aus. Aber leider gibt niemand in diesen Filmen Anweisungen, wie das in Wirklichkeit funktionieren soll. Sie hätten aber auch wirklich ein Handbuch schreiben können, wie so ein Set eigentlich aufgebaut wird. Zum Zuhause Nachmachen eben.

Denn: Die Stechpalmenzweige fallen die ganze Zeit ab und es ist nicht möglich, sie mit Uhu zu befestigen, die Kerzen brennen ständig ab, oder es stellt sich heraus, dass die Steckdose zu weit weg ist und deshalb liegen Steckdosenleisten am Boden herum. Den Kindern geht einfach nicht ein, dass sie das perfekt gebügelte Tischtuch am Tisch nicht mit ihren klebrigen Fingern angreifen dürfen (siehe oben, wovon sie klebrig sind) und dein Ehemann vergisst nicht selten, am Abend die Kerze am Tisch auszumachen, und so erwartet dich in der Früh, zwischen all den Deko-Sternen und Schneemännern, ein Fleck am Tischtuch. Und das auch noch aus Wachs. Na toll.

4. Die Qual mit dem Weihnachtsmann

Nachdem sie den personalisierten Brief vom Weihnachtsmann gelesen haben, wollen deine Kleinsten am meisten den Weihnachtsmann sehen. Doch wenn sie dann den Onkel mit langen Bart und eigenartigen, roten Gewand erblicken, fangen sie vor lauter Entsetzen zum Schreien an. Echt toll. All die Mühe, die du dir gemacht hast, um deinen Bruder/Mann/ Freund zu überreden, sich als Weihnachtsmann zu verkleiden, sind umsonst. Denn auch die älteren Kinder werden nicht sonderlich beeindruckt sein. Nein, nein. Sie werden nur Tausend Fragen haben: Wie ist denn der Weihnachtsmann eigentlich vom Nordpol bis zu uns gekommen? Warum hab ich im Kindergarten einen anderen Weihnachtsmann gesehen? Mama, warum hat der Weihnachtsmann Papas Gürtel an? Mama, dieser Weihnachtsmann erinnert mich ein bisschen an Opa?

5. Die Qual mit der (harmonischen) Familienversammlung

Weihnachten und Familie. Familie und Weihnachten. Lieder. Wärme. Gutes Essen. Harmonie. Das wünschen wir uns alle. Deshalb feiern wir auch Weihnachten wahrscheinlich. Damit wir uns versammeln. Damit wir zusammen sind. Damit wir uns näherkommen. Das freut dich schon jetzt sehr. Deshalb machst du auch eine besondere Soße für deinen Bruder, der seit Kurzem Veganer ist, bratest eine Weihnachtsgans und bereitest ein Neunerlei vor, weil die eine Oma aus Bayern und die andere aus Sachsen kommt, backst einen Kuchen, obwohl dir nicht mal die Kekse richtig geglückt sind. Und dann kommt der Tag der Tage. Die Familie versammelt sich endlich. Die Harmonie kann endlich beginnen.

Aber freu dich nicht zu früh: Oma ist nämlich auf Diät, Opa gefallen die Wollsocken nicht, die du ihm gekauft hast (er ist seit neuestem allergisch), dein Bruder isst nichts außer Algen und die Kinder sind überhaupt nicht von der Idee begeistert, Weihnachtslieder zu singen. Außerdem hat niemand deine selbstgebastelten Weihnachtsdekos am Weihnachtsbaum bemerkt. Frohe Weihnachten.

6. Aber letztendlich...

Die Weihnachtsstimmung ist und bleibt einfach unzerstörbar. Nichts von dem oben Erwähnten kann sie ernsthaft bedrohen. Umarmt deshalb eure Kinder, Familie und Freunde, beiß in den Stein-Keks, entspann dich und genieß es. Der Weihnachtszauber hat uns doch noch nie enttäuscht - er schleicht in jedes Haus, ganz egal ob wir ihn erfolgreich hervorgerufen haben oder nicht...

P.S. Damit du der Qual #1 entgehst und die Qual #5 einfacher machst:

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